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Neue Perspektiven in der Physiotherapie
Die Komplementärtherapie als zweites Standbein in der physiotherapeutischen Praxis

(Stark gekürzte Version. Den detaillierten Text gibt es hier als pdf zum download

In der Physiotherapie werden schon seit längerer Zeit das Erschliessen neuer Märkte und Einkommensmöglichkeiten diskutiert. Eine interessante Ergänzung zur klassischen Physiotherapie ist das Anbieten von komplementärtherapeutischen Methoden (bsp. Craniosacraltherapie, Feldenkrais, Akupunktur etc.). Dabei bezahlen die Klientinnen selber oder der Therapeut kann über das VVG (Zusatzversicherungsgesetz) abrechnen, falls die gewählte Methode anerkannt ist.

Vorteile zum Ansatz Physiotherapie und Komplementärmedizin sind freiere TarifgestaltungIm im VVG, Diversifikation duch ein zweites Standbein, zusätzlicher Kundenstamm über die Komplementärmethode und die Möglichkeit, mit komplementärmedizinischen Methoden weiterzubehandeln. 

Das Ziel ist, dass beide Gebiete eigenständig nebeneinander existieren können. Wenn sich die Physiotherapie gut verkaufen will, dann muss sie in erster Linie beobachten, was auf dem Markt gefragt ist und wie sie darauf reagieren will. Auf dem Markt boomt die Alternativmedizin.

Für die Abrechnung komplemetärmedizinischer Leistungen ist in den meisten Fällen eine Regsitrierung beim EMR erforderlich. Dabei sind die Bedingungen je nach Methode unterschiedlich und es gehen auch nicht alle Krankenkassen gleich mit dem EMR und den registrierten Therapeuten um. Weitere Details dazu im detaillierten Text. 

In diesem Artikel geht es nicht darum, Physiotherapie gegen Komplementärtherapie auszuspielen, sondern darum, sich auch im boomenden Alternativmarkt zu positionieren, damit den Kundenstamm zu erweitern und ausserhalb der beschränkten Tarifstrukturen des KVG's auch via VVG abrechnen zu können.

Gibt es andere Physiotherapeutinnen und -therapeuten, welche sowohl in der Physiotherapie als auch in einer Alternativmethode tätig sind und über das VVG abrechnen? Wenn ihr beide Methoden gleichwertig betrachtet und interessiert seid an einem Austausch, dann meldet euch doch bei mir unter .

Sandra Schluep, PT

Den ausführlichen Text gibt es hier als pdf zum herunterladen.

Open Space Veranstaltung vom 30. November 2007
Knapp 20 Leute sind gekommen - alle waren motiviert und am Ende des Abends positiv überrascht, was in Kleingruppen alles diskutiert werden kann. Nach der Konferenzmethode "Open Space" fanden schlussendlich 6 Workshops statt. Es wurde engagiert diskutiert und jeder Teilnehmer liess seine persönlichen Kompetenzen einfliessen. Entweder wurde vorhandenes Wissen ausgetauscht oder zusammen ein Brainstorming für weiterführende Ideen durchgeführt.
Physio Netzwerke

Die Teilnehmer diskutierten die Definition von "Netzwerk" und was deren Ziele sein könnten. Durch die Teilnahme einer Physiotherapeutin vom Physionetzwerk Bern" konnten die anderen direkt von ihren Erfahrungen und Wissen profitieren. Das Physionetzwerk Bern hat seinerseits erfolgreich Kontakt mit Visana aufgenommen, um ihren administrativen Aufwand zu verringern. Ausserdem wird betont, dass auch der Austausch untereinander als Praxisinhaber sehr wertvoll ist.

Die Empfehlung der Teilnehmer dieses WS ist: Nehmen wir untereinander Kontakt auf - nach dem Motto: "Zusammen sind wir stärker".

4-9 Sitzungen / Jahr ohne Verordnung
Mit dieser neuen Abmachung könnte der Zugang zu selbstverantwortlichen Selbstzahlern erleichtert werden. Sicherlich bräuchte es eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den lokalen / bisher verordnenden Ärzten. Mit Ihnen müsste auch thematisiert werden, wie das Vorgehen wäre, wenn ein Patient mehr PT als die 4-9 Sitzungen benötigen würde. Nach Meinung der Workshop- Teilnehmerinnen müssten die diagnostischen Fähigkeiten der PT's diskutiert und ausgeglichen werden.

Es müssten Informationsbroschüren ausgearbeitet werden, welche die potentiellen Patienten informieren, was PT alles kann und wann es sinnvoll ist, eine PT aufzusuchen.

Ein konkrete Massnahme könnte sein, dass wir als Physio's ein Musterformular kreieren würden, mit welchem die Patienten eine Kostengutsprache bei seiner Kasse einholen könnten.

Etablierung in Komplementär Medizin / EMR

Eine angeregte Diskussion fand zum Thema Zusatzversicherungsbereich und EMR statt. Der Vorteil im EMR sollte von uns PhysiotherapeutInnen besser genutzt werden, wenn Zusatzausbildungen abgeschlossen wurden, die im EMR anerkannt sind. Die freie Preisgestaltung in der Zusatzversicherung ist ein Wettbewerbsvorteil und kann zu einem zweiten Standbein genutzt werden, zusätzlich wird die Abwechslung im Berufsalltag erhöht.
Ziele und Wünsche dieses WS: Die Kombinationsmöglichkeiten von KVG (Grundversicherung) und EMR (Zusatzversicherung) sollte verbessert werden. Durch die Etablierung in EMR soll das Einkommen auch längerfristig gesichert werden. Die "Abwanderung" der Physios in den EMR Bereich sollte vermieden werden.
Massnahmen/Empfehlungen: PhysiotherapeutInnen die nur über EMR abrechnen sollten ausfindig gemacht werden um für Verbandsaufgaben motiviert zu werden. Ein Bericht zum Thema Physiotherapie und EMR wird verfasst werden.

Die vorgeschlagenen Perspektiven - oder Visionen

Im Vorfeld wurden mittels Fragebogen bei den Selbständigen und am Selbständigentreffen Ideen für neue Perspektiven gesammelt, wobei sich die untenstehenden zwölf Visionen ergeben haben.
Via Formular unten auf dieser Seite können aber jetzt auch noch neue Ideen eingebracht werden, .

Über die vorliegenden Versionen kann abgestimmt werden, das heisst jedes Mitglied kann für seine bevorzugte Vision stimmen. Diejenigen Ideen mit den meisten Stimmen werden am 30. November diskutiert. Bis dahin wird hier jeden Montag die aktuelle Rangliste veröffentlicht und, falls vorhanden, die neuen Ideen hinzugefügt.

Die Visionen in der Rangliste vom Donnerstag 22.November 2007 


1. Direktzugang zur Physiotherapie
Wie treten wir auf? Was sind Vor- und Nachteile? Was wäre wichtig für die Zusammenarbeit unter uns? Wie würden wir die Zusammenarbeit mit den Ärzten gestalten?

2. Physionetzwerke: Ziele und Nutzen
Von verschiedenen Seiten wird behauptet, dass Netzwerke die Zukunft bedeuten. Was haben Physionetzwerke für Vor- und Nachteile? Was ist das Ziel und der Nutzen? Was müsste beachtet werden?

3. Patientenvereinigung "Pro Physio"
Unsere neue Stimme in der Öffentlichkeit? Wie könnten wir die Erfahrungen, die die Patienten mit Physiotherapie gemacht haben sinnvoll nutzen? Wäre dies ein Verein? Wie mit uns verknüpft?

4. 6- 9 Sitzungen pro Jahr ohne Verordnung
Was sind Vor- und Nachteile? Wie verkaufen wir das den Krankenkassen?

5. Neue Bereich erarbeiten
z.B Ernährungsberatung (PNI) Möglichkeiten? Wo sind die Grenzen?

6. Verschiedene Präventionseinsatzmöglichkeiten
Wo könnten wir wie tätig sein?

7. Etablierung in Komplementärmedizin, EMR, Zusatzversicherungen
Statt dieses Feld Therapeuten ohne med. Grundausbildung zu überlassen. Wie weit wollen wir in dieses Feld eindringen? Wie wollen wir uns auch abgrenzen?

8. "Lehrer" für Gesundheitsfragen

9. E- Health
Was könnten wir anbieten? Technische Anforderungen - Technische Möglichkeiten? E Learning für Heimprogramme / Ergonomie?

10. Unternehmerisches Denken und Handeln fördern
Wie können wir dies fördern? Kann eine Physiotherapiepraxis wie ein Unternehmen geführt werden? In welchen Bereichen ja, in welchen nein? Gibt es Wertekonflikte wie z.B Gewinnsteigerung versus Wirtschaftlichkeit im Sinne des KVG?

11. Aufhebung des Werbeverbotes
Haben wir überhaupt ein Werbeverbot? Möglichkeiten im Marketing? Wo liegt noch Potential für uns zum Ausschöpfen? Welche Erfahrungen existieren?

12. Qualitätskontrolle der Physiopraxen - Zertifizierung von Praxen
Was müsste geprüft werden? Was ist der  Nutzen? Ist dies sinnvoll für eine Abgrenzung in der Frage: "Was gehört noch alles zur Physiotherapie?"

13. Qualitätslabel für MTT 
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